Wandern und Geocaching auf Gran Canaria

Atemberaubende Landschaften und Natur pur!

In unserem fünf-tägigen Kurztrip nach Gran Canaria Ende Mai wollten wir ja nicht nur faul am Strand oder am Pool rumgammeln, sondern hatten uns auch für einen Tag eine Geocaching- und Wander-Tour ausgesucht.

Wir starteten den Tag mit einem frühen Frühstück im Hotel; wir wollten ja nicht all zu spät loskommen. Nach dem Frühstück packten wir unsere Lunch-Pakete ein, die wir freundlicherweise vom Hotel gegen einen geringen Unkostenbeitrag zur Verfügung gestellt bekamen und machten uns mit dem Bus von Playa del Ingles aus nach Bahin Feliz. Von dort aus startete unsere Tour.

Lost-Place-Staudamm Gran CanariaDie erste Station war ein Lost Place: ein riesiger verlassener Staudamm. Der war ganz schön imposant, wenn man da am Fuße dieser riesig hohen Mauer stand! Auf der Rückseite waren Markierungspunkte errichtet worden, bis zu welcher Höhe hier mal der Wasserstand reichte. Das war irgendwie gespenstig, denn wenn man sich die Pfütze, die noch übrig war, so ansah, konnte man sich kaum vorstellen, dass das Wasser mal bis fast zum obersten Rand des Staudammes gereicht hatte….

Nachdem wir noch ein wenig die Aussicht genossen hatten, machten wir uns weiter auf den Weg zum nächsten Cache auf unserer Wanderung. Dieser war – wie ich finde – nicht gerade an einer ungefährlichen Stelle positioniert. Um ihn zu heben, musste man klettern. Das Problem dabei war, dass der zu erklimmende Hügel relativ steil und mit losem Geröll bedeckt war. Wenn man also ins Rutschen gekommen wäre, dann hätte es vermutlich kein Halt mehr gegeben (fairerweise muss man aber auch sagen, dass der Cache mit T4 kategorisiert ist). Und da ich ein Angsthase bin, habe ich die Suche nach diesem Cache abgebrochen. Ich wollte mir meinen Urlaub nicht mit einem Sturz vermiesen. Mein Freund hat natürlich weitergesucht und wagemutige Kletterpartien hingelegt, nur um diese Dose zu finden. Es hat auch ganz schön lange gedauert, aber schließlich hat er sie dann doch gefunden und wir konnten unsere Tour fortsetzen.gran canaria geocaching

Der nächste Cache lag in einem Tunnel im Berg. Auch mal was anderes. Dieser war vergleichsweise schnell und leicht gefunden. Das Besondere daran war allerdings das Gefühl, welches man in diesem Tunnel hatte. Es war kühl und dunkel. An den Ausgängen sah man das helle, blendende Sonnenlicht von draußen. Es herrschte Totenstille, scheinbar jedes Geräusch von außen wurde verschluckt. Auf der anderen Seite angekommen, machten wir erst einmal eine kleine Rast, ehe wir uns auf den zweiten Teil unserer Wanderung aufmachten.Geocaching Tunnel Gran Canaria

Der zweite Teil der Wanderung führte uns an einem ausgetrockneten Flussbett entlang bzw. auch hindurch vorbei an hohen Felswänden, in welche der Wind Höhlen und Löcher geformt hatte.

Man hörte nichts außer die frische Brise, die durch das Gebirge pfiff, ab und zu hörte man Steine, die, vermutlich vom Wind angestoßen, den Berg hinunterkullerten und einen Greifvogel. Sonst nichts. Man hörte einfach nur die Natur. Da der Weg nur ein kleiner Trampelpfad war, war es äußerst schwer, diesem zu folgen. Manchmal verloren wir ihn sogar aus den Augen. Auf unserer App war der Weg eingezeichnet, was uns half, die Orientierung nicht zu verlieren. Doch irgendwann kamen wir an einen Punkt, wo wir den Weg gänzlich aus den Augen verloren. Da, wo er auf der App eingezeichnet war, war er nicht. Da war nur ein steiler Berghang. Ob es auf der anderen Seite des Kammes weiter ging, wussten wir nicht. Es war schon relativ spät, wir hatten nur noch ca. 0,5l Wasser übrig. Also beschlossen wir, hier abzubrechen und den Rückweg einzuschlagen. Eigentlich wäre es ein Rundweg gewesen, auf dem auch nochmal ein Cache gelegen hätte, aber die Gefahr war zu groß. Zumal wir die einigen Leute dort weit und breit waren. Wir waren mutterseelenalleine. Bis auf eine Ziege mit ihrem Jungen – die hatten wir auf dem Hin- und Rückweg getroffen.IMG_3362

Also gingen wir denselben Weg nochmal zurück. Als wir wieder an dem Tunnel ankamen, machten wir nochmal eine kleine Rast und mussten feststellen, dass wir nach unserer ersten Pause hier vergessen hatten, den Tracker wieder zu aktivieren. Daher ist dieser „Abstecher“ leider nicht mit aufgezeichnet worden. Wir aktivierten den Tracker wieder, damit wir wenigstens nochmal den Rest der Strecke drauf haben und gingen weiter.

Eine äußerst empfehlenswerte Wanderung

Es war eine wirklich schöne Wanderung in einer einmaligen Landschaft. Obwohl alles ausgetrocknet war, war die Landschaft faszinierend schön. Wenn ihr also mal auf der Insel seit, nehmt euch einen Tag Zeit, um eine Wanderung zu machen. Ihr werdet es sicher nicht bereuen! Denn Wandern und Geocaching auf Gran Canaria ist wirklich etwas ganz anderes, wie man es hierzulande wohl eher nicht erlebt.

Insgesamt waren wir ca. 5 bis 6 Stunden unterwegs und sind schätzungsweise zwischen 10 und 12 km gelaufen.

Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: 

Für diese Tour solltet ihr unbedingt festes Schuhwerk, welches über den Knöchel reicht und euch sicheren halt gewährt (z.B. Wanderschuhe), tragen. Außerdem empfehle ich euch, die Tour nicht im Hochsommer oder an besonders heißen Tagen zu machen. Wir hatten das Glück, dass es bewölkt war (wie ihr an den Bildern sehen könnt), sodass es angenehme 22 Grad oder so waren. Wenn die Sonne geschienen hätte (die im Mai auch schon stark ist), wären wir vermutlich vor Hitze eingegangen.
Denkt immer daran: es gibt keinen Schatten und der Boden ist durch das ganze Gestein ebenfalls sehr stark aufgeheizt, sodass es von oben und unten äußerst warm wird! Nehmt euch auch unbedingt genug zu trinken mit! Lieber etwas zu viel als zu wenig, ihr werdet es sicher brauchen! Geht früh genug los, damit ihr auf jeden Fall im Hellen zurückkehren könnt.

Die Geocaches:

Barrage -LP-
7 minutes to Final… ;-)))
Entre dos Barrancos

 

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