Und plötzlich ging alles ganz schnell…

Seit meinem letzten Artikel ist nicht viel passiert. Außer, dass wir zur Erkenntnis gekommen sind, dass „wollen die uns eigentlich alle verarschen“ nicht nur für Fertigbau-Firmen gilt, sondern auch für Bestandsimmobilien. Nachdem wir die Grundstücksuche im Rhein Main Gebiet insgeheim schon aufgegeben haben, sahen wir uns einige Bestandsimmobilien an. Für eine hätten wir uns fast entschieden. Nachdem wir die Daten einigen Leuten weitergeleitet hatten, die Ahnung von der Materie haben, kam raus, dass das Haus (30 Jahre alt) zwischen 80.000 und 100.000 € zu teuer war. Hinzu kommt, dass bei einem Haus in dem Alter so langsam die Reparaturen anfangen. Also haben wir hier natürlich abgesagt.

Vor einer Woche war ich auf Geschäftsreise und ein Angebot, welches ich schon x-mal im Immoscout gesehen hatte, poppte wieder auf. Wir hatten es für uns immer abgelehnt, weil es ein Bauträgerprojekt war und wir ja selber bauen wollten und wir gedacht haben, dass es vermutlich eh schon alles weg ist oder viel zu viele Bewerber auf die vorhandenen Objekte gibt. So ist es zumindest normalerweise hier bei Neubaugebieten der Fall. Vermutlich aus Langeweile (oder vielleicht doch aus Eingebung, ich weiß es nicht) habe ich rein geklickt und die Beschreibung gelesen: Bus direkt vor der Tür, 10 Minuten zum HBF, von dort 20 Minuten nach Frankfurt. Ich schickte es meinem Mann. Er schaute es sich an und meinte: joar, können wir uns ja mal ansehen. Das war freitags.

Samstags, also einen Tag später, sind wir mittags hin gefahren um es uns anzusehen. Wir hatten uns vorher unser „Lieblingsgrundstück“ schon ausgesucht. Der Verkaufspavillon hatte ab 14.00 Uhr geöffnet. Wir unterhielten uns fast 2 Stunden lang mit dem Verkäufer, schlichen im Anschluss noch über das Gelände, spazierten im Ort herum, gingen was essen, machten Pro und Contra Listen, spazierten wieder zurück und schlichen noch einmal über das Gelände. ließen die Atmosphäre und die Umgebungsgeräusche auf uns wirken. Im Anschluss erledigten wir noch unseren Einkauf im nahe gelegenen Supermarkt. Wir waren erst um halb 10 zu Hause. Und alles fühlte sich so gut an. Wir waren völlig euphorisch. Unser Lieblingsgrundstück war übrigens noch frei. Um keinen Fehler zu begehen, schliefen wir erst einmal eine Nacht drüber.

Am nächsten Morgen fühlte sich immer noch alles gut an. Um wirklich sicher zu gehen, verfassten wir die dritte Pro-Kontra-Liste. Es hat viele Vorteile. Aber natürlich auch Nachteile. Aber das Wichtigste war: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir für einen vergleichbaren Preis hier im Rhein-Main-Gebiet unseren Traum von einem selbstgebauten freistehenden Einfamilienhaus in guter Lage mit guter Anbindung an Frankfurt verwirklichen können. Kurzfristig. Sieht eher schlecht aus. Also haben wir tatsächlich reserviert! 
Es ging alles so schnell plötzlich. Aber nachdem wir noch eine Nacht drüber geschlafen hatten, fühlte es sich immer noch gut an, sogar noch besser. Wir haben gleich samstags vor Ort schon angefangen, uns einzurichten. Das führten wir über das ganze Wochenende weiter. Es fühlt sich gut an. Und mit den Kontras können wir leben bzw. uns arrangieren. Es ist nicht unser Traumhaus, aber wir können unser Traumhaus daraus machen. Wir sehen alles schon genau vor uns. 🙂

Aber noch ist nichts in trockenen Tüchern. Diese Woche führten wir die ersten Gespräche mit den Finanzierern, nächste Woche bekommen wir die Unterlagen und entscheiden uns. Dann kann es schon bald zum Notar gehen. Es ist alles so aufregend!

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