Tagesausflug auf die Vogelburg

Auffangstation und Pension für Papageien in der Nähe von Frankfurt

Am letzten Sonntag machten wir einen spontanen Tagesausflug auf die Vogelburg nach Weilrod, ca. eine Autostunde von Frankfurt entfernt. Wir mieteten uns ein Carsharing-Fahrzeug und machten uns auf den Weg in den schönen Taunus.

Die Vogelburg ist eine Auffangstation, Zuflucht und Pension für Papageien, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Papageien aufzunehmen, die aus den unterschiedlichsten Gründen abgegeben werden müssen, und ihnen ein würdevollen Lebensabend in Gesellschaft mit anderen Papageien zu gewähren. Zudem haben Halter die Möglichkeit, dort ihre Tiere kurzzeitig, z.B. für die Zeit ihres Urlaubs, oder langfristig in Pension zu geben.

Viele verschiedene Papageien-Arten

Kuscheln auf der VogelburgVon verschiedenen Aras über Kakadus bis hin zu Kanarienvögeln – ich glaube es gab keine Papapgeien-Art, die nicht in der Vogelburg vorzufinden waren. Highlight waren natürlich auch die sprechenden Papageien, die einen mit „Hallo“ grüßten und richtig Lachen konnten. Ein weiteres Highlight waren die Papageien-Küken, die in der Babystation großgezogen werden. Uns persönlich hat es der Gelbhaubenkakadu „Humfrey“ sehr angetan. Angeblich beißt er, aber zu uns war er äußerst liebevoll und hat sich nicht nur füttern, sondern auch streicheln lassen. Er hat die Streicheleinheiten sogar angefordert! Das war wirklich unglaublich und einmalig!

Füttern erlaubt!

Da die Vögel größtenteils (oder fast ausschließlich) aus privater Haltung stammen, sind viele handzahm und lassenPapageien wie die Hühner auf der Stange - Vogelburg Weilrod sich füttern oder sogar streicheln! Überall stehen Automaten, an denen man für 50 Cent (ein fairer Preis, wie ich finde) Sonnenblumenkerne ziehen konnte, um damit dann die Papageien zu füttern. Wenn sie gefüttert werden wollten, kamen sie ganz hastig zu einem gelaufen. Sie waren auch immer ganz vorsichtig, wenn sie einem den Sonnenblumenkern aus den Fingern nahmen. Wenn sie keine Lust hatten, dann eben nicht. Selbst diejenigen, bei denen ein  Hinweisschild vor einem „bissigen“ Gemüt warte, ließen sich ohne zu beißen aus der Hand füttern, wenn man sich ruhig verhält.
A propos ruhig verhalten: Auf Tuchfühlung kann man mit den Tieren in den „Freigehegen“ gehen. Hier kann man ins Gehege reingehen. Wenn man Glück hat, setzt sich sogar ein Ara auf die Schulter! Aber manche sind ganz schön aufdringlich und wollen gar nicht mehr runter!

Auch für die Ungefiederten gibt es Futter

Für das leibliche Wohl der Besucher war ebenfalls gesorgt. Die Vogelburg besitzt ein kleines Restaurant, wo man sich am Selbstbedienungsbuffet zwischen Würstchen, Frikadellen, Spießbraten und Salat entscheiden konnte. Eine Kombination aus allem wäre sicher auch gegangen. Für den süßen Hunger gab es ein reichhaltiges Kuchenbuffet mit viel Auswahl. Wer hier nichts findet, ist selbst schuld! Wir können sowohl die warmen Speisen, als auch den Kuchen empfehlen! 😉

Rose auf der vogelburgEin idyllisches Plätzchen

Man merkt richtig, dass die Inhaber diesen Park mit viel Liebe und Engagement errichtet haben und führen. Die Vogelburg ähnelt tatsächlich einer Burg – es wurde viel gemauert, die Gehege sind mit liebevollen Details verziert, wie beispielsweise kleinen gemauerten „Burgfenstern“. (Natürlich haben die Papageien trotzdem ausreichend Licht und Platz für sich und ihre Partner. Die meisten Tiere werden in großen Gruppen zusammengehalten.) Die Bepflanzung tut auch einiges zur Idylle bei: wunderschöne Rosen und andere Pflanzen verzieren die Einrichtung, es gibt sogar einen Seerosenteich mit Goldfischen! Ich habe ein paar Schnappschüsse gemacht, ich hoffe, das tolle Ambiente kommt darauf auch nur halbwegs zur Geltung.Seerosenteich auf der Vogelburg

Fazit: Wir werden die Vogelburg sicher noch einmal besuchen!

Die Vogelburg hat es uns echt angetan. Wir haben einen wundervollen Tag dort verbracht, haben viel über Papageien gelernt und viele verschiedene Arten sehen und füttern können. Die Auffangstation ist mit viel Liebe errichtet und verdient es, unterstützt zu werden. Ich habe das Gefühl, dass hier die Papageien wirklich einen schönen Lebensabend in Gesellschaft verbringen können. Irgendwann werden wir sicher noch einmal einen Tagesausflug dorthin machen und „unseren“ Humfrey besuchen.

Hier findet ihr schon einmal ein paar Schnappschüsse. Ich habe so viele Fotos gemacht, dass ich die erstmal gar nicht alle auf einmal hier veröffentlichen kann, weil ich erstmal eine Auswahl aus den 400 Bildern machen muss…

Posted in Tagesausflüge im Rhein-Main-Gebiet.

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