Tag 2 in Singapur

China Town, Cat Café, Arabisches Viertel

Enge Gassen in China Town

Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Dachterrasse unseres Freundes haben wir uns mit der U-Bahn auf den Weg nach China Town gemacht. Da wir kurz nach dem chinesischen neuen Jahr hier waren, war alles mit gelben und roten Lampions und weiteren Deko-Elementen geschmückt, die eine wunderbare Atmosphäre gezaubert haben. Die Straßen werden verengt von den Waren, die die Geschäfte vor ihren Türen unter großen Schirmen und Markisen aufstellen, Obsthändler bieten leckere Früchte an, der „Duft“ der Stinkefrüchte liegt in der Luft. Wir schlenderten durch die Gassen und lassen die Atmosphäre auf uns wirken.

Der prunkvolle Buddha Tempel

Selbstverständlich widmeten wir uns auch ein wenig Kultur. Kaum zu übersehen ist der Buddha Tooth Relic Temple. Die Gebetsstätte lädt mit ihren riesigen Flügeltüren zum eintreten ein. Es ist schon komisch, als Tourist da hinein zu spazieren, während Gläubige am Eingang ihre Räucherstäbchen anzünden. Obwohl ich mich deswegen schlecht gefühlt hatte (ich wollte sie ja nicht beim Beten stören), war die Neugierde zu groß den Tempel auch von innen zusehen. Da ich eine kurze Hose trug, musste ich mir eine Art Schürze umbinden. Meine freien Schultern bedeckte ich mit meiner Weste, die ich immer in der Tasche habe. Zum Glück sind die Leute auf Touristen eingestellt und bieten diese Schürzen an. Diese muss man (auch die Männer) nur tragen, wenn die Hose oder der Rock nicht bis zu den Knien reicht. Der Tempel ist von innen noch beeindruckender als von außen. Durch einen Vorraum kommt man in den Hauptraum des Gebäudes. Die Wände bestehen aus tausenden von kleinen Buddha Figuren. Das gesamte Gebäude ist einfach nur atemberaubend geschmückt und mit viel Gold verziert, man kann es kaum in Worte fassen. Ein absolutes „Musst See“. 

Direkt um die Ecke des Buddha Tooth Relic Temple befindet sich der Hindu Tempel Sri Mariamman Tempel. Hier muss man ebenfalls die Schultern und Beine bedecken, zudem noch die Schuhe ausziehen. Auch hier beten Gläubige direkt neben den staunenden Touristen. Dieser Tempel ist weit weniger beeindruckend als der Buddha Tempel, aber dennoch sollte man einmal hinein gehen, wenn es die Zeit erlaubt und man ohnehin in China Town ist. In Little India gibt es aber natürlich auch viele Tempel, die man besichtigen kann. Ob diese sich großartig unterscheiden, kann ich leider nicht sagen, da wir nur den Sri Mariamman Tempel besichtigt haben. 

Nach so viel Kultur knurrte uns der Magen – es war Zeit für ein Mittagessen. Wir hatten uns einen Laden ausgesucht, dessen Eingang zwischen zwei Geschäften versteckt lag. Wenn wir es nicht gewusst hätten, dann hätten wir es niemals gefunden. Mehr zum Restaurant könnt ihr dann in den Restauranttipps lesen (comming soon). 

Ich werde von zwei Fellnasen im Cat Café überfallen

Nach dem Essen ging es weiter ins Arabische Viertel. Natürlich sind wir mit der Bahn gefahren – es war viel zu heiß, um die Strecke zu Fuß zurück zu legen. Als wir aus der U-Bahn kamen, hat es erst einmal tierisch angefangen zu Schütten, weshalb wir den Plan leider etwas ändern mussten. Eigentlich wollten wir zuerst die Masjid Sultan (die Sultan Moschee) besichtigen, aber mussten uns dann „leider“ ins Cat Café flüchten, weil das gerade auf dem Weg lag. Eigentlich wollten wir hier erst später hin. Im Meomi gibt es verschiedene Tarife. Wir haben gleich das „große“ Paket für ungefähr 20 S$ pro Person gebucht: 1,5 Stunden Eintritt inklusive einem Stück Kuchen und einem Getränk. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen muss man, wenn man Pech hat, warten. Bevor man eintreten darf, muss man die Schuhe ausziehen und sich die Hände desinfizieren. Im Café wohnen 7 Katzen. Es ist immer ein Mitarbeiter/ eine Mitarbeiterin mit dabei, die die Katzen animiert, damit sie sich zeigen. Wenn die Fellnasen keine Lust mehr haben oder sich ausruhen möchten, haben sie genügend Rückzugsmöglichkeiten. Leider waren die Schmusetiger wenig verschmust. Wir hatten nur die Möglichkeit, sie zu streicheln, als wir von der Mitarbeiterin ein Schälchen mit Leckereien bekommen hatten, die wir verteilen durften. Dennoch war es eine wunderbare Zeit dort. Die Mitarbeiterin, die die Katzen animierte hat auch sehr viel über sie erzählt. So konnte man noch ein wenig über die verschiedenen Rassen lernen. 

Orientalisch anmutende Straße im Arabischen Viertel mit Blick auf die Sultan Moschee

Die Zeit im Meomi ging viel zu schnell um. Zwischenzeitlich hatte es auch aufgehört zu Regnen und wir gingen weiter zur Sultan Moschee. Hier muss man ebenfalls wie beim Hindu Tempel die Schuhe ausziehen und den Körper bedecken. Dafür stellen die Mitarbeiter Kittel bereit. Die Gebetshalle ist riesig, aber recht schlicht. Nicht alle bereiche sind für Touristen zugänglich, dennoch kann man einen sehr guten Eindruck gewinnen. Da ein Foto-Verbot bestand, habe ich mich natürlich daran gehalten und keine Bilder gemacht.   

Doch die Arab Street hat noch weitaus mehr zu bieten als die Masjid Sultan: Bunte Häuserfassaden, zahlreiche Restaurants und Geschäfte. Unzählige Stoffläden bieten Stoffe und Textilien in allen erdenklichen Farben an. Am schönsten fand ich die jedoch die Haji Lane. Das ist eine Gasse mit vielen kleinen Independent-Läden und coolen Cafés und Bars, die eher an einen Kietz in Berlin oder so erinnert. Außerdem ist das die einzige Straße in ganz Signapur, in der Grafittis erlaubt sind. Dementsprechend sind die Häuser mit bunten Bemalungen verziert, was sie zu beliebten Fotomotiven macht. 

 

 

Tag 2 in Bildern

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