Museen in Amsterdam

Ein wenig Kultur schadet ja nie…

Bei Städtetrips versuchen wir immer ein wenig „Kultur“ einzubauen und das ein oder andere Museum zu besichtigen. Und davon hat Amsterdam ja viele zu bieten: Van Gogh Museum, Anne Frank Haus, Historisches Museum, Rembrandt Museum, … um nur einige zu nennen.

Nun. Wir als alte Kunstbanausen wären bei Van Gogh oder Rembrandt völlig deplatziert. Auch reizen uns große Museen, wie beispielsweise das Anne Frank Haus eher weniger. Nicht, dass sie nicht auch interessant und lehrreich wären. Tickets vorbestellen oder ewig anstehen ist eher nicht unser Ding. Wir entscheiden lieber spontan, nach was uns eben gerade der Sinn steht. So haben wir uns drei kleinere Häuser ausgesucht, die wir in aller Ruhe ohne Stress und Abhetzen an einem Tag besuchen konnten. Vielleicht inspiriert euch unsere Tour ja 🙂

Toos&Roos Amsterdam Hausbootmuseum

Ohne Mampf kein Kampf

Zuerst haben wir ausgiebig bei „Toos & Roos“ gefrühstückt, bevor wir unsere Tour angetreten sind. Die haben wirklich sehr leckere Speisen und Getränke. Ich hatte das Tomate-Mozzarella Sandwich bestehend aus zwei großen dicken Scheiben Bauernbrot, belegt mit wirklich reichlich Tomaten und Mozzarella mit Basilikumpesto. Sehr sehr lecker – ich kann nur eine klare Empfehlung aussprechen. Apropos Empfehlung: Die „USA Pancakes“ heißen nur so, haben aber mit den echten American Pancakes nichts zu tun. Das fängt schon damit an, dass es nur Zuckerrübensirup und keinen Ahornsirup gibt. Den Geschmackstest haben wir nicht gemacht. Aber wer mit original American Pancakes rechnet, der wird wohl eher enttäuscht werden.

Unsere Museumstour:

Hausbootmuseum Amsterdam

Das Hausbootmuseum

Gestartet sind wir mit dem Hausbootmuseum direkt um die Ecke vom Toos & Roos. Es handelt sich um ein ehemaliges Frachtschiff, welches zu einem Hausboot umgebaut wurde und nun für 4,50 Euro besichtigt werden kann. Natürlich ist es recht klein und man ist auch schnell durch, aber wir wollten einmal ein Hausboot von innen sehen und vor allem auch „fühlen“. Im Inneren warten viele interessante Informationen rund um Hausboote; die 50er Jahre vermittelt einen Eindruck davon, wie es sich damals auf dem Kahn gelebt hat.

Das Foltermuseum

Foltermuseum AmsterdamVom Hausboot aus ging es zu Fuß weiter zum Torture Museum, welches mittelalterliche Folterinstrumente ausstellt. Sehr düster und beklemmend, aber wirklich äußerst interessant. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass damals wirklich mit solchen Apparaten gefoltert wurde. Mit 7,50 Euro ist der Eintritt für die Größe des Foltermuseums relativ teuer. Für diejenigen, die sich für die mittelalterliche Geschichte und deren Gepflogenheiten interessieren, lohnt es sich aber dennoch. Ob es große Unterschiede zu ähnlichen Museen in anderen Städten gibt, kann ich leider nicht beurteilen. Ich fand es jedenfalls sehr interessant und sehenswert.

Das Museum der Prostitution

Unsere Museumstour endete im Rotlichtviertel beim Museum der Prostitution. Für 8 Euro Eintritt erhält man Einblicke in das horizontale Gewerbe, man kann erleben, wie es ist, selbst im Fenster zu stehen und angeglotzt zu werden und ganz nebenbei lernt man einige interessante Infos und Fakten über die Prostitution, insbesondere in Amsterdam. Wie sieht das „Hinterzimmer“ der Fenster aus? Welche Gegenstände vergessen die Freier nach einem Besuch? Wie sind die Geschichten der Prostituierten? Das alles und viel mehr erfährt man im Red Light Secrets. Es ist ein Museum der etwas anderen Art. Wenn ihr es besichtigen wollt, empfehle ich euch, das als letztes am Tag zu machen, da es die längsten Öffnungszeiten hat 😉

Habt ihr auch den ein oder anderen Museumtipp für Amsterdam? Dann schreibt es gerne in die Kommentare!

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2 Comments

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